Aktuelle Seite: Home Persönliches Wachstum Realismus und Geisteshaltung beim Schuleintritt

Samstag04 Dezember 2021

Persönliches Wachstum

Realismus und Geisteshaltung beim Schuleintritt

Als Schulkindalter deklariert man den Altersabschnitt inmitten Schuleintritt und Vorgang der physischen Reife (Vorpubertät). Man deklariertdiese Zeit 'Schulkindalter', wo doch die Bildungsstätte nunmehr einen bedeutsamen Einfluß auf die Realisierung des Kindes hat.

Der Familienverband ist wohl weiters von großer Relevanz, sonstige wesentliche Realisierung vollzieht sich indes im sozialen Umfeld der Schule (nachgeordneter Integrationsprozess).

Der Pädagoge und die Gruppe der Gleichaltrigen sind hierbei von maßgeblicher Bedeutsamkeit.

Das Schulkindalter ist beschrieben durch die rapide Minderung der für das kleine Kind kennzeichnenden selbstbezogenen grundsätzlichen Geisteshaltung und magischen Weltinterpretation (vertrauensseliger Wirklichkeitssinn) und dem Gründen einer zunehmend sachlichen, realitätsbetreffenden und kritischen Haltung zur Umwelt (kritischer Realismus).

Diese neue grundsätzliche Einstellung manifestiert sich in allen Erlebensbereichen des Benehmens. Bezüglich der somatischen Realisierung ist das Schulkindalter eine Zeitspanne der Festigung. Die Gewichtserhöhung überflügelt das Längenwachstum, die Muskelkraft steigt.

Von besonderer Signifikanz ist die Gehirnentwicklung, im Besonderen die bis in die Jugendjahre unablässige Ausbildung von Zellverbindungen und die zum ersten Mal zu Beginn des Schulkindalters beobachtbaren Alpha-Wellen, die zerebrale Reifungsabläufe andeuten.

Erst auf der Grundlage solcher Entwicklungsverlaufsvorgänge im Gehirn sind logisch-abstraktes Denken und Strapazierfähigkeit im Arbeitshandeln realisierbar.

Die psychomotorische Fortentwicklung bewirkt vornehmlich eine passendere Erwiderungsgeschwindigkeit und bessere Bewegungsabstimmung. Zu Anfang des Schulalters ist der Bewegungsbedarf außerordentlich stark, es mag von jüngeren Schulkindern mehrfach nicht gesteuert werden. Die Bewegungsbegeisterung, dominiert in den ersten Schuljahren.

Auf der Ebene des kritischen Wirklichkeitssinn bekommt der Leistungsgesichtspunkt dann eine ständig größere Relevanz; Wettkampf und sportliche Performanz werden immer wichtiger. Auch in der Gruppe erhält die Körperbeherrschung eine wesentliche Rolle für den Stellenwert des einzelnen.

Mit steigerndem Alter nimmt das spontane Bewegungsdrang sukzessiv ab, dazugehörend mag es nun gleichfalls leichter gesteuert werden.