Aktuelle Seite: Home Management Finance Risiko der Eigenverwahrung Wenn Wertpapiere in Eigenverwahrung verwahrtwerden

Sonntag16 Januar 2022

Risiko der Eigenverwahrung Wenn Wertpapiere in Eigenverwahrung verwahrtwerden

Auskunftsnachfrage ausländischer Aktiengesellschaften
Unwesentlich, inwieweit landfremde Wertpapiere von vom Bankhaus im Inland oder im Ausland zugelegt, veräußert oder asserviert werden: Die landfremden Papiere unterliegen dem Rechtsrahmen des Staates, in dem die Beschaffung, die Veräußerung wie auch die Verwahrung stattfindet. Ebenso die Rechte und Pflichten als auch die des Geldinstitutes definieren sich demnach

gemäß der dortigen Rechtsordnung, die ebenfalls die Bekanntgabe des Eignernamens disponieren mag. So sind zum Beispiel Aktiengesellschaften mehrfach legitimiert oder sogar verpflichtet, über ihre Aktienbesitzer Informationen einzuholen. Desgleichen gilt auch regelmäßig für fremdstaatliche Kapitalmarktkuratorien, Aktienbörsen ebenso wie andere zur Überwachung des Kapitalmarktes befugte Stellen. Auslöser dieser Auskunftsanträge staatlicher Stellen sind etwa Kennerverdachtsfälle oder Begebenheiten der Börsennotierungs- und Marktpreisverfälschung. Es handelt sich dieserfalls um Fälle, wie sie genauso in Europa und der BRD auf Forderung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wie auch anderer Finanzmarktaufsichtsbehörden hin zu adressieren sind. Soweit  das depotführende Geldinstitut folgend im Einzelfall zur Auskunftsausgabe bei Notifikation des Eignernamens verpflichtet ist, wird jener unterwiesen.

Risiko der Eigenverwahrung
Wenn Wertpapiere in Eigenverwahrung verwahrtwerden sollen, sollte bedacht werden, dass im Sachverhalt des Verlustes der Urkunden, zum Beispiel durch Feuer oder Raub, für die Wiedererrichtung der Rechte ein gerichtliches Ausrufungsverfahren aufgenommen werden muss, das ansehnliche Kosten in Gang setzen mag. Die Besorgung der neuen Urkunden kann von der Einleitung der ersten Schritte bis zur provisorischen Ausstellung etliche Jahre dauern.