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Samstag04 Dezember 2021

Management Skills

Vom Verkäufer- zum Käufermarktplatz, Geburtsstunde des Marketings

Der Markt als Habitat der Firma läßt sich in einen Anschaffungsmarkt (Arbeits-, Warenbeschaffungs- und Kapitalmarktplatz) und Absatzhandelsplatz rubrizieren. Der Absatzmarktplatz stellt die Summe solcher Bedarfsträger dar, an die sich die Unternehmung als potentielle Empfänger ihrer Leistungsfähigkeit wendet.

Zwischen der Firma und dem Markt findet  eine Wertzirkulation (Waren- und Geldströme) statt, der durch eigene Kommunikationsströme unterstützt wird. Wie pluralistisch die Beziehungen einer Firma zum Marktplatz sind, zeigt die Vorführung seiner Handelsplatzpartner.

Man unterscheidet hierbei vorgelagerte (Arbeitnehmer, Provider, Kapitalgeber), nebengelagerte (Konkurrenten, Allgemeinheit) und nachgelagerte Handelsplatzpartner (Absatzhelfer, Absatzmittler, Bedarfsträger).

Für die Determinierung der Handelsplatzgröße spielen die Begriffe Marktfassungsvermögen, Umschlagplatzpotential und Handelsplatzvolumen eine große Rolle. Die Beziehung inmitten Marktplatzvolumen und Marktplatzpotential bringt den Sattheitsgrad eines Handelsplatzes zum Ausdruck.

Zur Abschätzung der Stellung einer Unternehmung im Vergleich zu Wettbewerbsfirmen muß der Handelsplatzshare ermittelt werden. Marktplatzanteilsentwicklungen sind ein wichtiges Indiz für die Behauptung der Unternehmensorganisation im Handelsplatz.

Der Übergang vom Verkäufer- zum Käufermarktplatz kann als die Geburtsstunde des zeitgemäßen Marketing angesehen werden. Dieser Wandel in der Marktplatzkompilation machte eine Umorientierung in der Unternehmungspolitik unvermeidlich.

Es folgte eine Abkehr von der Fabrikationsorientierung und eine Zuneigung zur Kunden- bzw. Marketingorientierung. Am Ausgangspunkt des vollständigen Organisationshergangs steht die Marketingforschung. Erst auf der Basis der hierbei ermittelten Information wird die Benutzung der absatzpolitischen Tools im Sinne eines optimalen Marketing-Mix intendiert.

Einer Unternehmenspräsenz stehen bei der Recherche neuer Sales- und Gewinnchancen vier konstitutive Handelsplatzstrategien zur Verfügung: Umschlagplatzpenetration, Handelsplatzexpansion, Besiedlung von Handelsplatzlücken und Diversifizierung.

Darüberhinaus zählt auch die Marktsegmentierung zu den marketingpolitischen Regelentscheidungen. Die Marktsegmentierung als Teilhandelsplatz-Strategie verschafft der Unternehmensorganisation, anstelle eines kümmerlichen und bedrohten Anteils am Gesamtmarktplatz, eine starke Position in den selektierten Segmenten.

In der Praxis hat die geografische und speziell die demographische und psychografische Handelsplatzsegmentierung eine große Bedeutsamkeit erlangt. Als spezielle Segmentierungsstrategien unterteilt man die aggregierte und differenzierte Marketingstrategie.